Türkisblaues Wasser, versteckte Buchten, antike Ruinen und Sonnenuntergänge, die wir so schnell nicht vergessen werden. Die albanische Riviera war für uns einer der schönsten Abschnitte unserer Albanien-Rundreise. Insgesamt verbrachten wir rund eine Woche an der Küste: vier Nächte in Ksamil und zwei Nächte in Himarë.
In diesem Beitrag zeigen wir euch unsere persönlichen Highlights und viele praktische Tipps für euren Urlaub an der albanischen Riviera.

Warum sich die albanische Riviera lohnt
Die albanische Riviera zählt für viele zu den schönsten Küsten Europas. Nach unserer Reise können wir das absolut nachvollziehen.
Das Wasser ist glasklar, die Küste abwechslungsreich und zwischen kleinen Badebuchten, historischen Sehenswürdigkeiten und spektakulären Ausblicken gibt es jede Menge zu entdecken.

Ksamil: Traumstrände und unvergessliche Sonnenuntergänge
Ksamil war unsere erste Station an der Küste und gleichzeitig der Ort, an dem wir während unseres zweiwöchigen Urlaubs die meiste Zeit verbracht haben. Übernachtet haben wir im ruhig gelegenen Blue Water Hotel Ksamil mitten in der Innenstadt von Ksamil. Zum Meer war es jeweils nur ein kurzer Weg und das Frühstück war sehr abwechslungsreich.

Im Ort selbst gibt es keine klassischen Sehenswürdigkeiten, abgesehen von der Hand of Ksamil vielleicht, einem beliebten Foto-Motiv. Statt von Highlight zu Highlight zu hetzen, verbrachten wir unsere Tage an verschiedenen Stränden und genossen die entspannte Atmosphäre.

Was uns besonders in Erinnerung geblieben ist, sind die malerischen Sonnenuntergänge am Meer. Ehrlich gesagt gehören sie zu den schönsten, die wir auf unseren Reisen gesehen haben. (Indonesien ist davon natürlich ausgenommen).

Unser Tipp: Wenn ihr einen besonders schönen Platz für den Sonnenuntergang sucht, können wir euch den Black Pearl Beach Club in Ksamil empfehlen. Die Frozen Cocktails sind dort sehr zu empfehlen.
Sehr gute Pizza haben wir in Ksamil bei L’Arte della Pizza gefunden.


Fast alle Strände in Ksamil sind mit Liegen und Sonnenschirmen ausgestattet. Öffentliche Strände gibt es hier so gut wie gar nicht.
Während unseres Aufenthalts Ende Mai und Anfang Juni kostete eine Liege pro Tag etwa 10 Euro. In der Hauptsaison können die Preise allerdings höher ausfallen.
Wer etwas Geld sparen möchte, findet außerhalb der Hauptsaison meist bessere Konditionen und deutlich weniger Trubel.

Ebenfalls wichtig: Die Zufahrt bis an die schönsten Strände in der näheren Umgebung von Ksamil hinunter ist mit dem Mietwagen meistens nicht erlaubt, da die Straßen dort nicht mehr asphaltiert sind. Wer anhand der GPS-Daten erwischt wird, kann hier mit bis zu 500 Euro Strafe rechnen. Zu diesen Stränden zählt unter anderem der Mirror Beach in Ksamil.
Nationalpark Butrint: Ein absolutes Must-See
Wenn ihr in Ksamil oder Saranda übernachtet, solltet ihr unbedingt den Nationalpark Butrint besuchen.


Der archäologische Park gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählt zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Albaniens. Zwischen gut erhaltenen antiken Ruinen, alten Stadtmauern und mediterraner Vegetation kann man problemlos zwei bis drei Stunden verbringen.

Uns hat besonders gefallen, wie harmonisch Geschichte und Natur hier miteinander verschmelzen.


Falls ihr mit dem Mietwagen unterwegs seid, solltet ihr möglichst früh morgens anreisen. Der Parkplatz direkt am Eingang ist sehr klein und schnell belegt. Wir mussten unser Auto weiter entfernt abstellen und anschließend noch rund zwei Kilometer bis zum Eingang laufen.
Alternativ könnt ihr ganz unkompliziert den regelmäßig fahrenden Bus von Ksamil oder Saranda nach Butrint nehmen. Das würden wir beim nächsten Mal wahrscheinlich sogar bevorzugen.
Zusätzlich zur regulären Tour durch den archäologischen Park kann man auch per Boot zum Schloss von Ali Pasha fahren.

Saranda: Perfekt für einen Ausflug oder längeren Aufenthalt
Saranda liegt nur 15 Minuten Autofahrt von Ksamil entfernt. Wir nutzten die Stadt vor allem für einen kleinen Ausflug.
Im Vergleich zu Ksamil ist Saranda deutlich größer, lebhafter und bietet eine lange Promenade mit vielen Restaurants und Cafés. Wer auf der Suche nach guten Clubs und Nachtleben ist, wird hier auf jeden Fall fündig. Zum Übernachten würden wir persönlich trotzdem wieder Ksamil wählen.

Himarë: Ruhige Alternative zu Ksamil
Nach vier Nächten in Ksamil verbrachten wir noch zwei Nächte in Himarë.
Himarë war für uns der perfekte Ort, um die albanische Riviera etwas ruhiger und weniger touristisch zu erleben.
Während unseres Aufenthalts in Himarë haben wir mehrere Ausflüge unternommen.
Burg von Himarë
Die Burg von Himarë lohnt sich allein schon wegen der traumhaften Aussicht über die Küste. Der Eintritt kostet gerade mal 3 Euro und es befinden sich auch mehrere Cafés auf dem Gelände.



Wir sind von unserer Unterkunft Aphrodite’s Garden zu Fuß zur Burg gelaufen. Der Weg führt über einen kleinen Wanderpfad, der stellenweise ziemlich steil und uneben ist.


Oben angekommen werdet ihr mit schönen Ausblicken über Himarë und die Küste belohnt. Außerdem macht es Spaß, durch die alten Gassen innerhalb der Burganlage zu schlendern und die besondere Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.

Porto Palermo direkt am Meer
Darüber hinaus solltet ihr euch die Burg Porto Palermo direkt am Meer nicht entgehen lassen, die nur eine 20-minütige Autofahrt von Himarë entfernt liegt. Direkt zu Füßen der Burg befindet sich eine idyllische Bucht mit Strand, in der man ebenfalls gut Zeit verbringen kann nach der kurzen Wanderung.


Die schönsten Strände in Himarë
Ein weiteres Highlight in Himarë war für uns der Aquarium Beach. Vom Jale Beach aus erreicht ihr ihn nach ungefähr 20 Minuten Fußweg. Die kleine Bucht ist wunderschön, wird in der Hauptsaison allerdings schnell voll sein.
Der Abstieg zum Strand ist kurz, aber etwas steiler. Ihr solltet ihn daher nicht unbedingt mit Flipflops machten.



Auch der Jale Beach an sich ist empfehlenswert, auch wenn die Liegen dort etwas teurer sind.

Zum Gjipe Beach wollten wir ebenfalls wandern. Der Weg war bei unserem Besuch allerdings recht zugewachsen. Informiert euch deshalb am besten vor Ort über den aktuellen Zustand, setzt auf professionelle Wanderausrüstung und lange Kleidung, vor allem an den Beinen.

Unsere Unterkunft in Himarë
Wenn ihr eine etwas ruhigere Unterkunft mit tollem Essen sucht, können wir euch das Hotel Aphrodite’s Garden empfehlen.
Die Unterkunft liegt oberhalb von Himarë und bietet einen traumhaften Blick über die Bucht. Besonders abends mit den vielen Lichterketten und gemütlichen Sitzgelegenheiten entstand dort eine richtig tolle Atmosphäre.
Das zur Unterkunft gehörende Restaurant Fig & Olive hat uns sehr gut gefallen mit seinem mediterranen Menü und hervorragenden Cocktails. Dort solltet ihr auf jeden Fall reservieren, besonders, wenn ihr nicht dort übernachtet. Für Hotelgäste versuchen die Besitzer, immer etwas freizuhalten, aber mit Reservierung ist einem ein Platz auf jeden Fall sicher.



Plötzlich im griechischen Netz
Ein kleiner Fun Fact zum Schluss: Falls ihr eine eSIM nutzt, wundert euch nicht, wenn euer Handy plötzlich griechisches Netz anzeigt.
Ksamil liegt nur wenige Kilometer von Griechenland bzw. Korfu entfernt und unsere Smartphones wechselten während unseres Aufenthalts immer wieder zwischen dem albanischen und griechischen Mobilfunknetz. Nach einem Simcard-Wechsel zu roamic hat sich dieses Problem jedoch rasch gelöst.
Unser Fazit zur albanischen Riviera
Für uns war die albanische Riviera einer der schönsten Teile unserer Albanien-Rundreise.
Ksamil hat uns mit seinen traumhaften Sonnenuntergängen und dem glasklaren Wasser begeistert, auch wenn der Ort mittlerweile häufig wegen des zunehmenden Tourismus kritisiert wird. Da wir Ende Mai bzw. Anfang Juni dort waren, empfanden wir den Ort dennoch als sehr angenehm. Wer die albanische Riviera entspannt erleben möchte, sollte nach Möglichkeit außerhalb der Hauptsaison reisen.
Butrint war zudem ein kulturelles Highlight, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Himarë überzeugte uns mit seiner entspannten Atmosphäre und schönen Ausflugszielen.
Rückblickend würden wir unsere Route genauso wieder planen, um die Küste ganz entspannt zu entdecken.

Euch zieht es eher in das Landesinnere von Albanien? Dann schaut euch hier unseren Beitrag zu Berat und Gjirokaster an!
Fehlt eurer Meinung nach ein absolutes Highlight an der albanischen Riviera? Dann verratet es uns und den anderen Lesern in den Kommentaren!
