
Albanien stand schon länger auf unserer Reiseliste und rückblickend fragen wir uns, warum wir nicht schon früher hingefahren sind. Zwei Wochen lang waren wir von Ende Mai bis Anfang Juni mit dem Mietwagen unterwegs und haben das Albanien bei einer Rundreise auf eigene Faust erkundet.
Unsere Route führte uns von Tirana über die UNESCO-Städte Berat und Gjirokastër bis an die albanische Riviera. Zum Abschluss ging es noch in den Norden nach Shkodra und Theth, wo wir in beeindruckenden Berglandschaften die perfekte Mischung aus Abenteuer und Natur erlebt haben.
In diesem Beitrag zeigen wir euch unsere komplette Albanien-Rundreise und verlinken unsere ausführlichen Guides zu den einzelnen Stationen.



Unsere Albanien-Route
Unsere Route führte uns in 14 Tagen zu folgenden Orten:
- Tirana
- Berat
- Gjirokastër
- Ksamil
- Saranda
- Nationalpark Butrint
- Himarë
- Durrës
- Vlora
- Shkodra
- Theth
Warum sich eine Albanien-Rundreise lohnt
Noch vor wenigen Jahren hatten wir Albanien ehrlich gesagt kaum auf dem Schirm. Heute würden wir jederzeit wieder hinreisen.
Das Land bietet eine unglaubliche Vielfalt auf vergleichsweise kurzer Distanz. Zwischen lebendigen Städten, historischen UNESCO-Welterbestätten, türkisblauen Buchten und beeindruckenden Berglandschaften liegen oft nur wenige Fahrstunden.
Unsere Route im Detail
Tag 1: Ankunft in Tirana
Unser Flugzeug landete planmäßig erst mitten in der Nacht in Tirana. Deshalb entschieden wir uns bewusst dagegen, den Mietwagen direkt abzuholen. Stattdessen fuhren wir zunächst ins Hotel und starteten am nächsten Morgen ausgeschlafen in unseren ersten Urlaubstag.
Tagsüber haben wir Tirana zu Fuß erkundet. Die Hauptstadt überraschte uns mit ihrer lebendigen Café-Kultur, bunten Häuserfassaden und einer angenehmen Mischung aus Geschichte und Moderne.

Für uns war ein Tag genau richtig, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu entdecken und entspannt in den Urlaub zu starten.
Am nächsten Morgen holten wir unseren Mietwagen am Flughafen ab und machten uns auf den Weg nach Berat. Rückblickend würden wir das genauso wieder machen. Gerade nach einem Nachtflug war es deutlich angenehmer, nicht sofort ins Auto steigen zu müssen.
Tag 2–3: Berat
Unsere erste Station mit dem Mietwagen war Berat.
Die UNESCO-Welterbestadt wird auch die „Stadt der tausend Fenster“ genannt und gehört für viele zu den schönsten Orten Albaniens. Als wir zum ersten Mal auf die weißen Häuser blickten, die sich den Hang hinaufziehen, wussten wir sofort, warum.

Wir verbrachten hier zwei Nächte. Das war für uns genau die richtige Zeit, um die Burg, die Altstadt und die Aussichtspunkte ohne Zeitdruck zu erkunden.
Übernachtet haben wir bei Alpeta Agrotourism & Winery etwas außerhalb von Berat. Von dort aus erreichten wir die Altstadt mit dem Auto innerhalb einer halben Stunde. Nach einem Tag in der Stadt den Abend mit einem authentischen Wine Tasting ausklingen zu lassen, war für uns der perfekte Start in unseren Albanien-Roadtrip.
Mehr über Berat erfahrt ihr in unserem ausführlichen Guide.
Tag 4–5: Gjirokastër
Weiter ging es nach Gjirokastër, der zweiten UNESCO-Weltkulturerbestadt unserer Reise.

Die verwinkelten Gassen, die historischen Steinhäuser und die imposante Burg verleihen der Stadt eine ganz besondere Atmosphäre.
Hier geht’s zu unserem Guide für Gjirokastër.
Tag 6–11: Die Albanische Riviera
Nach den historischen Städten freuten wir uns auf das Meer.
Insgesamt verbrachten wir sechs Nächte an der Küste: vier Nächte in Ksamil und anschließend zwei Nächte in Himarë. Rückblickend würden wir diese Aufteilung jederzeit wieder wählen.

Ksamil eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Strandtage und Ausflüge. Von hier aus besuchten wir unter anderem Saranda und den beeindruckenden Nationalpark Butrint, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Zwischen antiken Ruinen und mediterraner Landschaft kann man dort mehrere Stunden verbringen.

Nach vier Nächten ging es weiter nach Himarë. Im Vergleich zu Ksamil wirkt der Ort deutlich ruhiger und noch weniger touristisch. Gerade die Kombination aus beiden Orten hat uns besonders gut gefallen.

Tag 12: Durrës
Auf dem Rückweg Richtung Norden legten wir einen Zwischenstopp in Durrës ein.
Die Hafenstadt eignet sich hervorragend für eine Übernachtung oder einen entspannten Nachmittag am Meer, bevor es weiter in den Norden Albaniens geht.

Tag 13-15: Shkodra & Theth
Den Abschluss unserer Albanien-Rundreise verbrachten wir im Norden des Landes. Unser Ausgangspunkt war zunächst Shkodra.

Von dort aus trennten sich unsere Wege für einen Tag: Während Sebastian die anspruchsvolle Wanderung von Valbona nach Theth mit rund 1.000 Höhenmetern in Angriff nahm, blieb Saskia in Shkodra und erkundete die Stadt ganz in Ruhe.
So konnten wir beide das erleben, worauf wir am meisten Lust hatten, und euch im Anschluss sowohl Tipps für Shkodra als auch für die berühmte Valbona-Theth-Wanderung mitbringen.

Anschließend trafen wir uns wieder in Theth und verbrachten dort gemeinsam zwei Nächte. Die beeindruckende Berglandschaft und die Wanderwege, unter anderem zum Blue Eye, machten diesen Teil Albaniens für uns zu einem der schönsten Abschnitte der gesamten Reise.
In unserem ausführlichen Guide zu Shkodra und Theth zeigen wir euch sowohl die Highlights der Stadt als auch unsere Erfahrungen mit der Valbona-Theth-Wanderung.
Was kostet eine Albanien-Rundreise?
Albanien zählt für uns zu den günstigsten Reisezielen Europas.
Für unsere zweiwöchige Rundreise haben wir ungefähr 1.600 Euro pro Person ausgegeben. Darin enthalten waren Flüge, Mietwagen, Unterkünfte, Restaurants, Benzin und Eintritte.
Besonders überrascht hat uns der günstige Mietwagen. Auch Museumseintritte und Restaurants empfanden wir im Vergleich zu vielen anderen europäischen Reisezielen als recht preiswert.
Wann ist die beste Reisezeit für Albanien?
Wir waren Ende Mai bis Anfang Juni unterwegs und würden diese Reisezeit jederzeit wieder wählen.
Die Temperaturen waren angenehm warm, die Natur zeigte sich noch wunderbar grün und selbst an beliebten Orten war es deutlich entspannter als zur Hauptreisezeit in den Sommerferien.
Gerade für einen Roadtrip, Wanderungen in den Albanischen Alpen und Strandtage an der Riviera empfanden wir diese Jahreszeit als nahezu perfekt.
Unser Fazit
Albanien hat unsere Erwartungen wirklich übertroffen.
Kaum ein anderes Land verbindet auf so kurzer Distanz historische Städte, beeindruckende Berglandschaften und traumhafte Strände miteinander. Dazu kommen die herzliche Gastfreundschaft, leckeres Essen und ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das man in Europa nur noch selten findet.
Wenn ihr eine abwechslungsreiche Rundreise plant und gerne individuell unterwegs seid, können wir euch Albanien uneingeschränkt empfehlen.
Unsere weiteren Albanien-Guides
Dies ist der erste Beitrag zu unserer Albanien-Reise. Nach und nach ergänzen wir hier unsere ausführlichen Guides zu den einzelnen Stationen:
- Tirana – Sehenswürdigkeiten & Tipps
- Berat und Gjirokastër – Unser Guide
- Albanische Riviera mit Ksamil, Saranda, Himarë & Butrint
- Shkodra & Theth – Wandern in den Albanischen Alpen
- Mietwagen in Albanien – Unsere Erfahrungen
- Unsere Lieblingsunterkünfte in Albanien